Sigrid Schildt

 

Ich leide an einer spinalen Muskelatrophie (SMA). Trotzdem bin ich meistens gut gelaunt und ein lustiger Mensch. Seit Mitte der 90er Jahre habe ich eine häusliche Beatmung. Mein Abitur habe ich im Jahre 1991 in einer inklusiven Schule gemeinsam mit nichtbehinderten Schülern absolviert. Trotz meiner schweren Muskelkrankheit habe ich Psychologie mit Nebenfach Medizin an den Universitäten Marburg und Hamburg studiert. Danach habe ich eine Ausbildung als Coach abgeschlossen. Meine Assistenz organisiere ich als Arbeitgeberin selbst ohne Pflegedienst und rekrutiere dafür Studentinnen und Hochschulabsolventinnen. Momentan betätige ich mich als Online-Coach für Führungskräfte unterschiedlicher Berufsbranchen. Meine Beratungsschwerpunkte sind „Die Führungskraft als Projektionsfläche für Erwartungen der Mitarbeiter“ und Verhandlungstechniken für Führungskräfte. Beim MAIK Online-Talk am 16.12.2020 um 17.00 Uhr möchten meine Ärzte Dr. Bachmann und Dr. Chromik sowie ich über meine Operation im letzten Jahr berichten. Gemäß meiner Recherchen wurde diese OP noch nie in Deutschland bei einem SMA-Patienten durchgeführt. Deshalb berichten wir über die Diagnose, die Durchführung der OP, Spezialaspekte der Narkose bei SMA, Sonderlösungen für mich, Assistenz im Krankenhaus, mein Leben jetzt. Warum ist die OP erwähnenswert? Sie ist eine Première. Andere Ärzte hatten mir 25 Jahre lang gesagt, eine OP sei wegen der respiratorischen Probleme zu gefährlich und es ging mir aber immer schlechter. Ich habe jahrelang gelitten. Dr. Bachmann hat mir viele Möglichkeiten eröffnet, ohne die ich der OP nicht zugestimmt hätte. Dr. Chromik ist der erste Chirurg in 25 Jahren, der gewillt war, eine OP mit dem Beatmungszentrum abzuwägen. Alle Chirurgen in anderen Krankenhäusern haben mich immer gleich weggeschickt. Hängt die Entscheidung für / wider eine OP wirklich nur von der Diagnose ab? Seien Sie gespannt auf unseren spannenden Bericht über diese OP-Première!

 

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