Hans-Joachim Wöbbeking

 

Herr Wöbbeking ist einer von ca. 100 000 Menschen, die hierzulande vom Post-Polio-Syndrom (PPS) betroffen sind. Für das Auftreten des Post-Polio-Syndroms gibt es seit den 80er Jahren eindeutige wissenschaftliche Belege. Man weiß heute, dass es bei 65 bis 85 Prozent der Patienten circa 30 Jahre nach der akuten spinalen Kinderlähmung wieder zu einem Krankheitsschub kommt. Erschöpfungszustände, Schmerzen und Muskelschwäche, aber auch respiratorische Symptome treten auf, Zeichen für eine zweite, langsam fortschreitende Degenerationsphase u.a. durch Zugrundegehen motorischer Vorderhornzellen (Motoneuronen). Im Jahr 1991 wurde der Bundesverband Polio gegründet. Der Verband hilft jedem Betroffenen, gleichgültig ob bei ihm PPS diagnostiziert wurde oder nicht. Bundesweit und flächendeckend unterstützt er den Aufbau regionaler Selbsthilfegruppen. Die Mitglieder und ihre Angehörigen sollen befähigt werden, das Leben mit PPS anzunehmen und zu gestalten. Dieses umfangreiche Wissen bringt Herr Wöbbeking auch in die Arbeit der Deutschen interdisziplinären Gesellschaft für außerklinische Beatmung DIGAB e.V. ein, wo er Ansprechpartner für die Betroffenen ist und dem Vorstand angehört.